Wettbewerb EFH

| Privatgärten

Für einen Wettbewerb zur Gartengestaltung eines Einfamilienhauses erstellte PARC'S ein schlüssiges Gartenkonzept.

Einheitliche Gestaltung

Die Raumanordnung des Hauses wird in den Garten übertragen. Genau wie das Haus besteht der Garten aus eigenständigen Räumen, die sich in ihrer Atmosphäre und Funktion unterscheiden. Aufgrund der Anordnung der Bepflanzung und der Materialwahl werden Verbindungen und Beziehungen zwischen den einzelnen Räumen geschaffen. Durch die verspielte Anordnung der Bepflanzung bilden sich Sichtbeziehungen, die sich mit dem Wechsel der Jahreszeiten immer wieder neu bilden. Eine Einheit entsteht.

Bezug zur Umgebung

Die Gestaltung der umliegenden Gärten und des Freiraumes im Quartier ist unter anderem geprägt von Gehölzen in verschiedenen Formen und Grössen. Um dazu einen Bezug herstellen zu können, wurde primär im Eingangsbereich mit aufgeasteten, schirmförmigen Felsenbirnen und Eisenholzbäumen gearbeitet. Wie eine Wolke schweben sie über dem unteren Gartenraum, aus denen das Haus empor wächst. Die Einfahrt zeichnet sich durch ein hochwertig verlegtes Kopfsteinpflaster aus. Auf der an den hauseigenen Oldtimern gewerkelt werden kann. Das handwerkliche Geschick, mit dem die Einfahrt verlegt wurde, zieht sich weiter bis zur hochwertigen Restauration eines Oldtimers.

Küche im Garten

Durch die Eisenholzbäume und Felsenbirnen hindurch gelangt man zum üppigen Gemüse- und Kräutergarten. Dieser bettet sich in Kies gerahmt von schlichten Stahlrahmen. Angrenzend dazu reihen sich die Beerensträucher, die BewohnerInnen und BesucherInnen jeden Alters zum Naschen einladen. Unterstrichen werden die verschiedenen Eindrücke an Geschmack und Duft vom Plätschern des Brunnens. Dieser liegt eingebettet von der umliegenden Bepflanzung am Rande des Nutzgartens. Wer das frisch geernteten Gemüse und die Beeren am liebsten sofort essen möchte, kann diese praktischerweise gleich beim Brunnen waschen und in der romantischen Laube genüsslich verzehren. Dort sitzt man inmitten einer duftenden Blütenpracht und kann den eigenen Garten bewusst geniessen.

Essen mit Ausblick

Auf der anderen Seite des Nutzgartens befinden sich majestätische Spalierbäume, die eine natürliche Abgrenzung zum Aussenbereich der Einliegerwohnung schaffen. Spaziert man an diesen vorbei, gelangt man über drei Stufen zum grosszügigen Esstisch, an dem bestimmt viele feine Essen stattfinden werden. Wenn der Esstisch doch nicht Platz für alle Gäste hat, kann man Kissen und andere Textilien auf der angrenzenden Mauer verteilen. Über dem Esstisch zieht sich das ausladende Geäst zweier dachförmiger Bäume. Sie spenden Schatten in den warmen Monaten des Jahres, lassen jedoch gleichzeitig den Ausblick auf die Stadt zu. Der Essbereich ist wie eine Kanzel im Garten, von der man den Ausblick auf die Umgebung geniessen kann, wie wenn man sich schwebend über der Stadt befände. Die angrenzende Pergola am Haus wird von wunderschönen blühenden Rankpflanzen umschlungen.

Verbindung und Geborgenheit

Über einen natürlich wirkenden Kiesweg und mehrere Stufen gelangt man in den hinteren Gartenbereich. Dieser ist geprägt von einer wunderschönen Linde. Unter der Linde verteilen sich auf organische Art und Weise heimische Initialpflanzen aus dem Mittellandwald. Dieser Garten stellt schlussendlich einen verwunschenen Schattengarten dar, in dem man auf einer Baumschaukel verweilen und alle Impressionen des eigenen Gartens geniessen kann. Am Ende des Gartens liegt eingepackt in Blütensträuchern und Stauden in allen Formen und Farben eine Gartenlaube.

Jeder Raum dieses Gartens entwickelt seine eigene Atmosphäre mit Düften, Licht- und Farbenspielen, geprägt vom Wechsel der Jahreszeiten. Durch die sorgfältig ausgesuchten Pflanzen und Materialien können Beziehungen zwischen diesen einzelnen Räumen gebildet werden.